Die Projektwoche des 10. Jahrgangs

Vom 16. April bis 20. April 2018 war die Schule ganz leer und leise, nur die Jahrgänge 6 und 10 waren da und hatten Projektwoche.

Die Projektwoche des 10. Jahrgangs war in drei Teile geteilt: Am Montag und Dienstag hatten immer zwei sich wechselnden Klassen Tanzkurs oder Aufklärungsunterricht. Im Tanzkurs, dessen Lehrer von der Tanzschule Manfred S. war, wurden uns die Basic Schritte vom Walzer, Disko Fox, Cha Cha Cha und der Polka beigebracht. Zum Abschluss des Tanzkurses haben wir eine Hip-Hop Choreographie einstudiert – das hat den meisten Spaß gemacht. Die Klassen, die nicht im Tanzkurs waren hatten Aufklärungsunterricht bei einer Studentenorganisation, die sich ,,Mit Sicherheit verliebt“ nennt und uns spannende Vorträge über Selbstbewusstsein  gehalten hat. Außerdem waren wir in Mädchen- und Jungengruppen aufgeteilt, so konnte man besser über Themen reden und Fragen stellen, die keinem unangenehm sein mussten.

Mittwoch war unser Ausflugstag, der ebenfalls in 4 Gruppen aufgeteilt wurde, die man vorab wählen konnte. Zur Auswahl standen zwei Mainzer Stadtführungen zum Thema Entwicklung oder Republik, ein Besuch im KZ Osthofen oder ein Besuch auf dem Frankfurter Flughafen.  In Frankfurt mussten wir als aller erstes einmal durch die Sicherheitskontrollen und sind dann mit einem Bus übers Vorfeld gefahren. Währenddessen hat uns der Busfahrer viel von den Berufen am Flughafen erzählt und uns besondere Flugzeuge gezeigt. Nach der Führung hatten wir Freizeit und durften auf die Aussichtsplattform oder uns im Flughafen frei bewegen.

 

Der Donnerstag und Freitag waren wieder fast so ähnlich wie der normale Schulalltag, denn wir hatten Probeunterricht für die Oberstufe in den Fächern Sport, Darstellendes Spiel, Erdkunde, Geschichte und Sozialkunde. Damit sollte uns die Entscheidung leichter fallen, welche LKs die richtigen für einen wären, da wir vorher noch nie diese Fächer hatten. Außerdem hielt ein Mitarbeiter von Mainz 05 einen Vortrag über gesunde Ernährung, woraufhin wir dann im Anschluss alle gemeinsam Brot und Müsli backten und einen Kräuterquark vorbereiteten. Denn am Freitag in der 1. Pause frühstückten wir alle gemeinsam auf dem Flur mit unserem selbstgemachten, gesunden Frühstück. Das war ein toller Abschluss für diese Projektwoche.

 

Fun Fact: Während der gesamten Projektwoche begann unser Schulalltag erst um 09.00 Uhr und endete bereits gegen 12.30 Uhr oder 13.00 Uhr, somit hatten wir eine schöne entspannte Woche.

,,Projektwoche“ Das das ein weitläufiger Begriff sein kann hat nun auch unser 10 Jahrgang verstanden. denn als so gut wie alle aus dem Haus waren durfte die Jahrgänge 6 und 10 in der Schule antanzen.

DAS Derby – Mainz gegen Frankfurt

Gemeinsam mit der SV durften die Jahrgangssprecher und deren Begleitung mit den Lehren Herr Büchert und Herr Werner am Samstag den 13. Mai 2017 das 05er-Spiel besuchen. In der Opel Arena trafen der 1. FSV Mainz auf die Spieler von Eintracht Frankfurt. Dabei ging es für Mainz um alles, dieses Spiel entschied, ob sie absteigen oder in der 1. Bundesliga bleiben. Klar, dass das Stadion komplett ausverkauft war.

Und sie haben es geschafft: 4:2 gegen die Eintracht! Was ein Spiel! In der ersten Halbzeit machten die Frankfurter ihrer Tore, doch die zweite Halbzeit gehörte nur noch den Meenzer. In der aller letzten Minute trafen sie zum 4:2 durch einen Elfmeter. Das komplette Stadion bebte vor Freude und zum Abschluss durften alle Fans noch einmal auf den Rasen.

05er Klassenzimmer: Migrationsbewegungen in Deutschland

Das Thema Flüchtlinge bestimmt seit Monaten die Medien und wird seither in Deutschland heiß diskutiert. Viele Einwanderer haben es nicht leicht, da ihnen oftmals mit negativen Vorurteilen gegenüber getreten wird, wodurch es für sie problematisch ist, sich in die Gesellschaft zu integrieren. Diese Problematik beschäftigte auch die neunte Jahrgangsstufe der IGS Hechtsheim, die es daher zum Anlass nahm, im Rahmen des 05er Klassenzimmers die OPEL ARENA zu besuchen, um dort einmal mehr über diese brisante Thematik in Erfahrung zu bringen.

Der Weltladen Mainz, Bildungspartner des 05er Klassenzimmers, übernahm diese Aufgabe in Person von Gifty Rosetta Amo Antwi und klärte die Klasse auf. Schwerpunkt der Veranstaltung war das Thema „Migrationsbewegungen in Deutschland“.img_5201

Zu Beginn sollten die Schüler berichten woher sie kommen und ob die Ursprünge ihrer Familien vielleicht in ganzen anderen Teilen Deutschlands oder sogar der Welt liegen. „Ich bin gebürtiger Mainzer, aber meine Eltern kommen beide aus der Türkei und meine Großmutter sogar aus Frankreich“, erzählte Emre und auch weitere Klassenkameraden hatten Familienmitglieder verschiedener Herkunftsländer vorzuweisen.

„Ihr seht also, dass viele Menschen, teilweise über die halbe Welt wandern, um sich dann an anderen Orten neu anzusiedeln“, fasste Gifty Rosetta zusammen und erläuterte, dass Menschen aus den verschiedensten Gründen auswandern: „Hauptsächlich erhoffen sich diese Menschen in einem anderen Land eine bessere Perspektive, flüchten aber auch vor Krieg, da sie sich in ihrer alten Heimat nicht mehr sicher fühlen.“

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Traumberuf Fußballer: Interview mit Fußballprofi Stefan Bell von Mainz 05

von Tobias Burghardt und Antonio Scerra (9a)

Fragt man Jungen oder Mädchen, welchen Beruf sie später gern ausüben möchten, steht eine Profifußball-Karriere meist ganz oben auf der Liste. Den Idolen wie Schweinsteiger, Neuer oder Reuss würden viele Kinder und Jugendliche gern folgen und eine Spielerkarriere in der 1. Bundesliga starten. Doch wie ist das so als Fußballprofi? Wir wollten dies genauer wissen und haben dazu Stefan Bell vom 1. FSV Mainz 05 interviewt:

Wie alt sind Sie und wann bzw. wo sind Sie geboren?

Ich bin jetzt 23 Jahre und in Andernach geboren. 

Welchen Schulabschluss haben Sie?

Ich habe das Abitur gemacht. 

Bei welchem Fußballverein haben Sie angefangen zu spielen?

Das war mein kleiner Dorfverein JSG Wehr Volkesfeld. Da habe ich 14 Jahre lang gespielt. 

Wie war Ihr Weg zum Fußballprofi?

Der war über den TUS Mayen. Das ist der Verein, der bei uns „unten“ in der Region um Mayen, Koblenz herum relativ groß ist. Dort habe ich 1 Jahr gespielt. Mit 14 bin ich nach Mayen gegangen, habe ein Jahr da gespielt und mit 15 bin ich dann hier in Mainz auf das Internat gegangen.

Haben Sie bereits einen anderen Beruf erlernt?

Nein.

Ab welchem Moment in ihrer Karriere wussten Sie, dass es etwas Großes werden kann?

In der A-Jugend und wenn man Jugendnationalspieler ist, das ist für mich so der Moment gewesen.

Welchen Beruf hätten Sie erlernt, wenn es mit Ihrer Fußballkarriere nichts geworden wäre?

Bevor ich nach Mainz gewechselt bin, habe ich mich nach der Realschule als Bürokaufmann beworben. Aber ob ich das dann wirklich gemacht hätte, weiß ich nicht.

Stefan Bell

 

Welcher Typ waren Sie in der Schulzeit?

Ich war kein strebsamer Lerner, sondern eher derjenige, der ein bisschen Blödsinn gemacht hat – ich habe immer so „mit Auge“ alles gemacht. Ich habe halbwegs gute Noten geschrieben aber mit geringem Aufwand. Ich konnte das irgendwie ganz gut verbinden. 

Wie oft in der Woche trainieren Sie?

Während der Saison etwa siebenmal und in der Vorbereitung neunmal.

Gibt es Lebensmittel die Sie als Fußballer nicht essen dürfen?

Also gar nicht essen, … Es gibt jetzt kein Verbot, man sollte Süßigkeiten und süße Getränke, wie Cola oder ähnliches, reduzieren.

Waren Sie schon einmal für die Nationalmannschaft im Einsatz? Wenn ja, wie oft?

Ja, in der Jugendnationalmannschaft U19, U20 und U21: In der U19  achtmal, U20  zweimal und U21 insgesamt sechsmal.

Haben Sie außer Fußball noch andere Hobbies?

Ja klar! Ich bin auch in andern Sportarten unterwegs: Tennis, Badminton – wie es halt passt in der Saison. Sonst bin ich viel unterwegs in der Stadt. Ich mache auch noch was mit meinem Heimatverein. Im Generellen bin ich viel sportlich unterwegs, was man halt macht, wenn man in der Stadt ist … Kino und so.

Welches Lieblingsfach hatten Sie in der Schule?

Biologie war ganz interessant. 

Werden Sie oft erkannt, wenn Sie unterwegs sind (z.B. beim Einkaufen)? Wenn ja, stört Sie das? Wie ist das?

In den letzten Monaten ist es ein bisschen mehr geworden aber hier in Mainz ist es relativ entspannt, weil es halt eine Studentenstadt ist. Ich kann eigentlich in Ruhe durch die Stadt laufen. Ja, wenn mich Leute erkennen, ist es immer ganz nett. Man merkt es oft an den Blicken oder es kommt ein Kommentar zum letzten Spiel oder so. Ich glaube in anderen Städten ist es viel schlimmer als hier.

Was haben Sie vor zu tun, wenn es mit Ihrer Fußballkarriere zu Ende ist?

Das weiß ich noch nicht, ich hoffe mal das dauert noch ein paar Jahre. Und bis dahin muss ich mir etwas überlegen.

Beschreiben Sie sich bitte selbst mit 3 Worten!

Zielstrebig, ruhig und bodenständig.

Haben Sie eine Freundin oder Frau? Wenn ja, unterstützt Sie Ihre Karriere?

Ja, ich habe eine Freundin. Die wohnt auch hier – also wir wohnen noch nicht zusammen aber Sie unterstützt mich. Aber sie hat auch ihr eigens Leben. Sie ist nicht nur meine Freundin.

Wie ist ihr Alltag als Fußballprofi?

Meistens trainiere ich morgens. Danach ist es unterschiedlich, was man da macht. Manchmal haben wir auch Training oder gehen in die Stadt. Man hat viele Sachen, die hinten dranhängen, wie zum Beispiel solche Interviews mit euch zu führen.

Wer ist Ihr großes Vorbild?

Gibt es eigentlich nicht.

Warum spielen Sie bei Mainz 05?

Weil es nicht so weit weg ist von meinem Heimatort. Ich habe damals ein Angebot bekommen. Seitdem bin ich hier, jetzt bereits 7 Jahre und ich fühle mich wohl. Und bis jetzt habe ich noch keinen Grund gesehen zu wechseln.

Unsere letzte Frage: Wovon ist der Wert eines Spielers abhängig?

Das hängt davon ab, ob der Spieler einen langen oder einen kurzen Vertrag hat. Die Ablösesumme ist das Geld mit dem man einen Spieler aus dem Vertrag freikauft.

 

Das Interview wurde am 15.Okotber 2014 durchgeführt.